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Parasitismus

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Sonderformen des Parasitismus:

1.)Larvalparasitismus:

(Schlupfwespen, Raupenfliegen)
-Während sich die erwachsenen Tiere anderweitig ernähren, leben die Larven in Raupen. Sie bringen den Wirt erst zum absterben, wenn sie verpuppungsrei sind, da sie zunächst vom Fett der Raupe zehren, ohne sie zu beeinträchtigen. Erst bei größerem Nahrungsbedarf greifen sie lebenswichtige Organe an, zuletzt auch das Nervensystem. Sie verpuppen sich in oder an der lehrgefressenen Hülle des Wirts.

2.)Brutparasitismus:

Ist eine Form des temporären Parasitismus, bei dem die Weibchen ihre Eier in die Nester fremder Arten legen oder die Parasiten sich im Jugendstadium von ihrem Wirt in dessen Nest tragen lassen (Meloidae). Brutparasitismus. kommt bei Vögeln und Insekten vor. Entweder wird die nur Nahrung weggefressen, so dass die Wirtsjungen verhungern, oder es wird zuerst die Brut des Wirts verzehrt, oder es findet Raubektoparasitismus statt(Der Parasit schmarotzt nacheinander bei mehreren Individuen, weil er mit einem Wirtskörper nicht auskommt. Dies kommt zum Beispiel bei einigen Larven vor, die im Nest vom Muttertier mit gelähmter Beute versorgt werden und leicht von einem Wirtskörper auf den anderen überkriechen können.). Bsp.: einige Enten, Ölkäfer oder der Kuckuck: Beim heimischen Kuckuck, der in die Nester von 84 anderen Vogelarten legt, sorgen Anpassungen in Eigröße und -farbe, in Brütungsdauer und Verhalten des Nestlings für sicheres Aufkommen des Jungvogels; trotzdem auftretende Verluste werden durch die hohe Eizahl ausgeglichen.

3.)Sozialparasitismus:

Er tritt bei sozialen Insekten(Wespen, vor allem Ameisen) auf. Dabei dringen zu selbstständiger Koloniegründung unfähige Weibchen in die Nester anderer Arten ein und bringen durch ihren dominierenden Duft deren Arbeiterinnen dazu, ihre eigene Königin zu vernachlässigen oder zu töten, so dass nur noch die Brut des parasitierenden Weibchen aufgezogen wird (gelbe Rasenameise).
Das Weibchen der Großen roten Waldameise tötet die Königin des Wirtsvolkes selbst.

4.)Gallenbildungen:

(Gallwespenlarve)
Auch sie können als Formen des Parasitismus gelten, da die Insektenlarven der Pflanze Nährstoffe entzieht, eine Förderung des Wirts aber bisher nicht festgestellt ist. Die Reaktionen der Pflanze sind aber so kompliziert, dass sie nicht nur als Abwehr gegen den Parasiten gedeutet werden können. Das Weibchen der Eichblatt-Gallwespe(Dryophanta) legt das Ei in eine Blattrippe. Dieses regt die Pflanze zur Produktion von Gallenflüssigkeit an, die Larve der Pflanze entzieht =>es entsteht eine Galle, die Larve in 4 Schichten umgibt: Nährgewebe (von der Larve ständig abgeweidet)
Leitbündelschicht (Heranführen neuer Nährstoffe)
Sklerenchymschicht (Festigung)
Sternparenchym (Farb- und Gerbstoffe)
Diese Gallen sind oft so fest, dass das fertige Insekt sie nur über einen vorgebildeten Deckel verlassen kann.

  
Sanftl, C: Regenaplex - Hausapotheke
von Christine Sanftl
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