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Parasitismus

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5.) Raumparasitismus:

Parasiten kann man außerdem als Raumparasiten bezeichnen. Das sind Tiere, die in Bauten anderer Arten auf deren Kosten leben. Hierzu werden alle Übergänge vom schädlichen Brutparasitismus, über Raubgastgesellschaft (Synechethrie) und Diebstahl (Kleptobiose) bis zum Kommensialismus gerechnet.
Raubgastgesellschaft: Ist eine besondere Form des Räubertums in Ameisen- und Termitennestern. Sie wird durch Arten ausgeübt, die ihre Gänge innerhalb einer anderen Art anlegen, um außer Vorräten auch deren Brut zu verzehren. Es können auch Insekten aus anderen Gruppen in solch einer Form in den Nestern der Termiten oder Ameisen leben.
Diebstahl: Ist eine Diebsvergesellschaftung, bei der sich fremde Arten das von anderen gesammelte oder produzierte Nähr- oder Baumaterial aneignen. Bsp.: Diebameisen in Nestern anderer Ameisen, Wachsmottenraupen in Bienenstöcken u.a..
Kommensialismus: Ist eine Tischgenossenschaft, d.h. eine geduldete Gesellung einer anderen Art, des sog. Kommensalen mit einem Wirt, die sich auf Mitgenießen von Nahrung beschränkt, ohne den Wirt zu schädigen. Wird oft im weiteren Sinne überhaupt für das Zusammenleben von Arten gebraucht, bei dem der eine Partner Vorteil gewinnt ohne dem anderen zu schaden. Ist im Prinzip mit der Karpose vergleichbar.

6.)Parasitoide:(Raubparasiten)

Parasiten, die ihren Wirt im Laufe ihrer Entwicklung regelmäßig abtöten.
Bsp.: Schlupfwespen legen ihre Eier in anderen Tieren (Schmetterlingsraupe) ab und die schlüpfende Parasitenlarve ernährt sich von ihrem Wirt =>Tod des Wirts.

7.)Hyperparasit:

Parasiten können selbst von bakteriellen Innenparasiten befallen sein. Z.B. parasiert auf der Laus die Fleckfieberbakterie (=>Läusefleckfieber) Durch Kratzen kann die Übertragung von Krankheiten von der Laus auf den Mensch begünstigt werden. Der Parasit eines Parasiten ist der Hyperparasit.


Parasitogenetische Korrelationsregeln


Prinzipien der Wechselbeziehungen zw. Parasit und Wirt, die sich aus der Stammesgeschichte ergeben und für viele Parasitengruppen zutreffen.
1.)Fahrenholzsche Regel(=Nitzsch-Kelloggsche Regel):
Infolge gleichlaufender stammesgeschichtlicher Entwicklung und Aufspaltung von Wirt und Parasit lassen sich aus den Verwandschaftsverhältnissen vor allem bei permanenten Parasiten häufig Rückschlüsse auf die Verwandschaftsverhältnisse ihrer Wirtstiere ziehen.
[-Dadurch, dass vor allem die ständigen Parasiten eine hohe Wirtsspezifität besitzen, kann man an
ihrem Vorkommen Verwandschaftsbeziehungen beweisen:
-Läuse der Gattung Pediculus leben nur auf Menschen und Schimpansen und
unterscheiden sich von denen anderer Säuger
-Buch Seite 400: Verwandschaft zw. Dromedar und Lama]
  
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